Tanja Steinbach

strickt, häkelt, näht … überall, auch im TV

Kopenhagen – von 0 auf hygge in 3 Tagen…

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…nach der Messe ist ja vor der Messe und über die h&h, die am ersten April-Wochenende in Köln stattfand möchte ich hier auch gar nicht soviel schreiben (ist ja jetzt auch schon wieder eine ganz Weile her, den Bericht hier wollte ich eigentlich auch schon vor Ostern schreiben… aber es gibt einige sehr nette Messe-Berichte, z.B. bei Kiki (click)  und einen informativen Video Beitrag von Thorsten (click), auch auf der Schachenmayr Seite findet ihr einen Bericht (click) und die Modenschau, veranstaltet von der initiative handarbeit e.v. könnt ihr euch hier anschauen (click) und bestimmt gibt es noch viele, viele andere Beiträge zur H&H ..) nur soviel – es war wieder sehr inspirierend & nett, ich habe einige interessante Menschen kennengelernt, worüber ich mich sehr freue. Der gute Lutz hat es als eine Art „Klassentreffen“ beschrieben und das hat es in mancher Hinsicht auch sehr gut getroffen – und ich war am Ende der Messe ziemlich platt (das auch ein Grund, warum ich hier mal eine Weile „still“ war….)

Hier ein paar "Klassentreffen-Schnappschüsse" von der H&H in Köln, 2017

Hier ein paar „Klassentreffen-Schnappschüsse“ von der H&H in Köln, 2017

Mit meiner Lieblingskollegin zusammen wollte ich schon lange nach Kopenhagen, aber wie es so ist, die Zeit passte nie, wir wurden nie bei den entsprechenden Gewinnspielen ausgelost (…) und Anfang des Jahres haben wir einfach mal mehr oder weniger spontan entschieden, das unmittelbar nach der Messe eigentlich ein guter Zeitpunkt wäre… also am Sonntagabend, direkt nach der Messe habe ich das kurz mal ganz anders gesehen und wäre am liebsten 1 Woche auf dem Sofa liegen geblieben…. entsprechend gut waren wir auch auf den kurzen Städtetrip vorbereitet….

Gut, dass Arne & Carlos wieder einige Zeit auf dem Schachenmayr Stand verbracht haben und uns am Samstag nachmittag noch mit vielen Kopenhagen-Tipps versorgen konnten – wir hätten danach locker auch 3 Wochen fahren können und hätten vermutlich immer noch nicht alle Tipps berücksichtigt, angeschaut & ausprobiert und wenn ich alle Restaurant-Empfehlungen getestet hätte, hätte man mich nach 3 Tagen aus der Stadt rollen können….dazu dann noch die Tipps von meiner Strickfreundin Susanne und auch die super-hilfsbereiten Rezeptionisten in unserem Hotel (vermutlich haben wir doch etwas sehr ratlos gewirkt nach unserem frühen einchecken …) und alles lief ziemlich rund. Die Dänen sind ja sooo nett & freundlich!

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… hier ein paar der Kopenhagen-Tipps von Carlos…

Also Kopenhagen ist in jedem Fall eine Reise wert, leider nicht sehr günstig, aber das wird durch vieles aufgewogen – es ist eine sehr interessante, schöne Stadt mit ganz tollen Menschen!

Kopenhagen

Kopenhagen hat für uns den Himmel blau gefärbt!

Hier ein paar Tipps für Euch, also – wie nicht anders zu Erwarten- der erste Weg führte natürlich gleich in ein schönes Handarbeitsgeschäft (…), das Sommerfuglen in der Vandkunsten 3

Sommerfuglen – super Handarbeitsgeschäft in der Vandkunsten 3

Wie man unschwer an der roten Tüte erkennen kann, musste ich natürlich auch ein paar Dinge einkaufen… ganz begeistert bin ich nach wie vor z.B. von meinen neuen Maschenstoppern 🙂 und dass im Laden sogar ein sehr hübsches Exemplar meines „Wintertraums“ ausgestellt wurde! (Der Wintertraum ist eine Materialvariante des beliebten Sommernachtstraums, gestrickt aus Merino Extrafine 285 Lace von Schachenmayr)

Danach mussten wir uns – auch auf Anraten des sehr netten Personals des Sommerfuglens- im Traditions-Café „La Glace“ erst mal stärken, mit Tee und *hüstel* Torte…. und da die Zeit viel zu Schade für eine längere Pause (Sprich: Mittagsschlaf…) gewesen wäre, haben wir das schicke Sonnenwetter für ein Bootsrundfahrt genutzt. Das kann ich sehr empfehlen, man bekommt einen guten Überblick über die Stadt und kann dabei auch die typischen Sehenswürdigkeiten, wie die etwas außerhalb gelegene kleine Meerjungfrau besichtigen und stricken geht dabei natürlich auch…

Ansonsten kann man die Stadt sehr gut zu Fuß „erlaufen“ oder natürlich die allgegenwärtigen Fahrräder benutzen (für Touristen gibt es die typischen Leihräder) –  also eine Metrokarte haben wir in den Tagen nicht benötigt, nur für die Fahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum und zurück  haben wir den Zug benutzt.

Natürlich kann man überall gut & viel Geld ausgeben, allerdings lohnt es sich (wie fast überall) die Haupteinkaufsmeile, in Kopenhagen die „Stroget“ mit den Straßen Amager Torv, Ostergade,… zu umgehen und sich in den Nebenstraßen umzusehen.

Besonders gut hat mir die Straße „Gammel Kongevej“ und die Gegend drum herum gefallen – bei all den super-stylishen Läden (also manchmal wurde mir das fast schon zuviel… überall alles chic, aufgeräumt & durchdesignt – da traut man sich ja fast nicht mehr nach Hause….), sind dort auch „normale“, nicht minder interessante Läden zu finden. Spannend fand ich auch, dass Wolle, Garn & Selbstgestricktes allgegenwärtig ist, völlig selbstverständlich steht mal im Schaufenster eines Kinderschuhladens ein dekorativer Wollkorb mit Sockenwolle oder in einem Spielzeugladen (Prik , Gammel Kongevej 127) findet man neben den üblichen Brettspielen, Puppen, Autos,… ganze Regale mit selbstgestrickten/gehäkelten Puppenkleidern  und -Zubehör sowie große Granny Square Plaids! Und dazu noch jede Menge an Patches, Stickern, Broschen…..

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… ein kleiner Ausschnitt des Puppenkleider-Sortiments im Prik, jede Schublade beinhaltet andere Kleidungsstücke, für alle Arten & Größen von Puppen!

Ganz unvermittelt bin ich ein paar Häuser weiter, bei Niedziella & Friends neben schönen Strickkissen, Plaids und anderem stylishen Schnick-Schnack auf – für mich eindeutig „Project-Bags“ & Zubehör-Täschchen fürs Stricken unterwegs– auf diese tollen Fisch-Taschen und Beutel in allen erdenklichen Größen getroffen: ich war & bin ganz begeistert, ich habe die Auslage nahezu geräumt und seitdem „schwimmen“ die Fische auch in Wiesbaden mit einigen meiner Strickfreundinnen – allerdings kommen die Taschen gar nicht aus Dänemark, diese werden in Spanien in Handarbeit hergestellt und  können z.B. auch hier direkt bestellt werden.

Fisch Taschen und Beutel von Don Fisher

Fisch (und anderes Meeresgetier) Taschen und Beutel von Don Fisher

Ganz in der Nähe (Granola, Vaernedamsvej 5) haben wir auch lecker gegessen – auch sonst kam das Kulinarische in den paar Tagen nicht zu kurz, allerdings sind wir abends meist in der Nähe des Hotels Essen gegangen, aber da liegen ja auch praktischerweise gleich die Oksnehallen, also das alte Schlachthof-Areal/“Meatpacker District“ mit  interessanten Locations, Ausstellungsräumen und eben auch vielen Restaurants. Wir haben das Biomio und  „Mother“ (leckere Sauerteig Pizzen) getestet und für „gut“ befunden.

In der Farvergade 8 gibt es auch ein sehr gut sortierten Schreibwarenladen, Tutein & Koch (nach Garnen, Stoffen & „Strickgedöns“, stehen Stifte & allerlei Papierkram immer ganz oben auf meiner Wunschliste…)

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Tutein & Koch in der Farvergade 8 -Schreibwaren, Künstlerbedarf, Modellbauzubehör,….

Natürlich sind wir auch an der Stroget nicht ganz vorbei gekommen, die Lieblings-Kollegin hatte „Perch’s Thehandel“ auf ihrer Wunschliste stehen und da sind wir dann auch mehr oder weniger zielstrebig hingepilgert und haben dabei auch den Marimekkko Shop (Kobmagergade 13 – toll auch zum Stoffe kaufen!) und das Design-Kaufhaus Hay in der Ostergade 61 besucht 🙂 Und da das Wetter an dem Tag nicht soo geeignet war um auf Paper Island ganz gemütlich im Liegestuhl zu liegen, haben wir ganz stilvoll „Teatime“ im Perchs Tearoom abgehalten…

Perchs Thehandel - Shop & Tearoom in der Kronprinsengade

Perchs Thehandel – Shop & Tearoom in der Kronprinsengade

Also, wie ihr seht, waren das ein paar ganz „hyggelige“ Tage, um mal das dänische Wort, dass nun auch immer öfter im deutschen Sprachraum verwendet wird und das angenehm-gemüliche, nordische Lebensgefühl ausdrückt, ins Spiel zu bringen. So ganz sind wir dem Begriff „Hygge“ leider auch nicht auf den Grund gekommen, es ist mehr als nur im Kerzenschein gemütlich mit einer Tasse Tee zu sitzen, sondern drückt ein ganzes Lebensgefühl aus – vermutlich tragen auch die – für uns mittlerweile gar nicht mehr vorstellbaren, begrenzten – Ladenöffnungszeiten (in der Regel haben die Geschäfte von 9-17.30 Uhr geöffnet, Samstags wird gegen 14.00 Uhr geschlossen), die Liebe der Dänen zum Fahrrad fahren und auch konsequente Arbeits- bzw. Büro“end“zeiten, wie ich sie auch schon bei unseren skandinavischen Kollegen beobachten konnte, dazu bei – da gab es kein Meeting, das nach 17h beendet wird und auch der Chef war um 17.30 Uhr bei der Familie zu Hause – und da macht man es sich dann eben hyggelig-gemütlich 🙂 Alles in allem muss ich in jedem Fall mal wieder nach Kopenhagen – auch um noch all die anderen Dinge anzuschauen, für die die Zeit einfach zu kurz war, wie z.B. das Louisiana etwas außerhalb von Kopenhagen, den Kongens Haven,…

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… und von ganz oben auf dem Turm der Vor Frelsers Kirke sieht man fast schon Schweden – oder zumindest die Öresundbrücke!

Habt ihr auch tolle „Woll/Garn/Strick-Städte-Tipps“, also besondere Läden & Orte, oder so, die euch besonders gut gefallen haben und die eine Reise wert sind? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir Tipps schicken würdet 🙂

 

 

 

4 Kommentare

  1. Schade das ich eine Woche vor dir in Kopenhagen war und wir nicht zusammen einen Kaffee im La Glace genießen konnten.
    Ansonsten kann ich die Erinnerungen mit dir teilen und nur zustimmen, Kopenhagen ist eine Reise wert.

  2. Ich war im letzten Jahr das erste Mal in Kopenhagen und genauso begeistert wie Du! In der Stadt herrscht so eine entspannte Stimmung…und das schöne skandinavische Design an jeder Ecke hat mich auch total begeistert!
    Vor ein paar Wochen war ich in London – auch so eine tolle Stadt (und selbstverständlich auch ein tolles Wollgeschäft, das besucht werden musste!).
    Wirklich gerne würde ich auch mal beim Stricktreff von L’Oisive Thé in Paris vorbeischauen, Kiki war ja schon dort und hatte so schön berichtet…
    Liebe Grüße, Katha

  3. Da möchte man auch gerne sein schöne Bilder 🙂

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